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13

Jul

2011

10.07.2011 - Langdistanz Challenge Roth

Wenn der Solarer Berg ruft
Auch ein Günzburger war bei der Triathlon Challenge in Roth dabei

Einmal in Roth über die Langdistanz (3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren, 42,195 km Laufen)  dabei sein, das ist der Traum vieler Triathleten. Der Günzburger Triathlet Ralf Müller ließ ihn dieses Wochenende wahr werden.

Vergangenen Sonntag war er wieder da, der Mythos Roth. Nirgends wird Triathlon so gelebt, wie in dem kleinen rund 25.000 Einwohner-Städtchen in Franken. Jedes Jahr putzt sich die ganze Region für die Challenge besonders heraus. Roth ist dabei ein Großereignes für die internationale Weltspitze genauso wie für unzählige Hobbyathleten aus über 50 Nationen.

200.000 Zuschauer waren gekommen, um ihre Helden nimmermüde anzufeuern und verwandelten die Region in ein Triathlon-Mekka. Für Ralf Müller vom Triathlon Verein Günzburg sollte seine Teilnahme unvergesslich werden. Schon am Vortag angereist packte ihn das Roth-Fieber, als er einen dieser besonderen Momente eines Amateur-Sportlers erleben durfte, ein Treffen mit Triathlon-Profi Timo Bracht. Dessen Tipps hatte Ralf Müller wohl noch im Kopf als er sich früh Morgens mit den anderen Startern in den Rhein-Main-Donau-Kanal stürzte, den er nach 1:19:11 Stunden und 3,8 km wieder verlassen sollte. Der Kanal war übrigens eigens für den Schiffsverkehr gesperrt worden.
Zum Erlebnis wurde die 180 km lange Radstrecke, die in zwei Runden über den Kalvarienberg bei Greding zum Solarer Berg führte. Schon viele Kilometer vor dem Anstieg ließ der immer lauter werdende Applaus der Zuschauer alle Anstrengung vergessen machen und peitsche Ralf Müller wie ein aufbrausender Orkan über den Bergkamm. Er war sicher nicht der einzige dem beim Anblick des jubelnden Menschenmeers, das sich wie bei der Tour de France nur Sekundenbruchteile für die Passage eines jeden Sportlers öffnete, die Tränen in den Augen standen. Auch das macht den Mythos Roth aus.
Nach 5:59:15 Stunden Radfahren wechselte Ralf Müller dann zum abschließenden Marathonlauf. So manchem Hobby-Läufer würden bereits die 42,125 km ohne vorheriges Schwimmen und Radeln vor eine Herausforderung stellen. Von der Stimmung der Zuschauer getragen kam jedoch auch hier keine Müdigkeit auf und der Günzburger erreichte flankiert von Alt-Ironman und Vereinskamerad Sigfried Saul mit persönlicher Bestzeit nach 4:14:43 Laufen und gesamt 11:39:44 Stunden das Ziel.

Das Sonntag überhaupt der Tag für Bestzeiten war, zeigten auch die Ergebnisse der Profis. Andreas Raelert mit 7:41.53 Stunden und Chrissie Wellington mit 8:18:13 Stunden finishten beide in neuer Weltbestzeit.

Bild: Triathlon Profi Timo Bracht (links) im Gespräch mit Ralf Müller  
(rechts)

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